Der Hitzlsperger der NBA

Jason Collins ist der erste offen schwule Profi in der amerikanischen Basketball-Liga NBA. Der 35-Jährige unterschrieb Anfang der Woche einen Vertrag bei dem Verein Brooklyn Nets. Im April 2013 hatte sich Collins zu seiner Homosexualität bekannt. Dafür gab es sogar Lob von US-Präsident Barack Obama. Collins ist der erste Profi, der in einer der vier großen Ligen (Basketball, Football, Baseball, Hockey) einen Vertrag hat. “Ich habe nicht die Zeit, mir über diese historische Bedeutung Gedanken zu machen”, sagte Collins auf einer Pressekonferenz.

Es tut sich was im amerikanischen Profisport. Im Februar bezeichnete sich der angehende Football-Profi Michael Sam als “schwuler, stolzer Mann”. Bereits vor einem Jahr ging Fußballprofi Robbie Rogers an die Öffentlichkeit. Sein Coming Out fiel jedoch mit dem Ende seiner Profi-Karriere zusammen. Im Oktober 2012 outete sich der puertoricanische Boxer Orlando Cruz als schwul. Auch der deutsche Profi-Sport ist keine Domäne der Heterosexualität mehr, seit sich Ex-Bayern-München-Star Thomas Hitzlsperger in der Zeit als erster Fußballprofi zu seiner Sexualität bekannte. Mit seinem Bekenntnis hat Hitzlsperger zwar tagelang die öffentliche Diskussion bestimmt, doch im Jahr der Fußball-WM in Brasilien trauen sich anscheinend keine weiteren Profis, seinem Beispiel zu folgen.

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