Ja-Wort für mehr Akzeptanz

In Myanmar, auch bekannt als Burma, hat ein schwules Paar nach eigener Aussage die erste Hochzeit gleichgeschlechtlicher Partner gefeiert. Die Zeremonie in einem Hotel der Stadt Yangon richtete sich nach traditionellen Richtlinien, gesetzlich genießt der Bund jedoch keinen Stellenwert. Bevor sie sich das Ja-Wort gaben, sollen der 38-jährige Tin Ko Ko und der 28 Jahre alte Myo Min Htet Medienberichten zufolge zehn Jahre lang zusammen gewesen sein, ohne ihre Beziehung öffentlich zu machen. „Meine Familie akzeptierte mich. Ich bin so froh, dass sich meine Eltern verständlich erwiesen“, beschrieb Tin Ko Ko während seiner Rede vor den Gästen und ergänzte über seinen Ehemann: „Er allerdings musste viele Hürden seiner Familie überwinden.“

Homosexuelle werden in dem asiatischen Land diskriminiert und gelten vor dem Gesetz sogar als kriminell. Die Situation hat sich mit dem Ende der Militärdiktatur im Jahre 2010 jedoch deutlich entspannt.  2012 feierten die LGBT-Community ihre erste Gay Pride. Tin Ko Ko und Myo Min Htet arbeiten beide  in Menschenrechtsorganisationen. Ihre Vermählung machten sie in lokalen Medien bekannt. Den genauen Veranstaltungsort hielten sie aber aus Angst vor Übergriffen geheim. Journalisten mischten sich dennoch unter die Gäste. Seitdem kursieren Fotos im Internet.

„Wir haben beide hart gearbeitet, um das Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Myo Min Htet. „Ich bin sprachlos, ich bin so glücklich.“ Mit der Hochzeit feiert das Paar auch sein zehnjähriges Beziehungsjahr.

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